
âGier ist gut.â Das Lebensmotto des legendĂ€ren BörsenbetrĂŒgers Gordon Gekko (Michael Douglas) aus Oliver Stones modernem Filmklassiker Wall Street von 1987 hallt noch immer in unseren Ohren. Dreiundzwanzig Jahre spĂ€ter sind uns die Finanzwelten und die weitreichenden Konsequenzen einer solchen Lebenseinstellung prĂ€senter denn je, Zeit also fĂŒr Wall Street 2, die Fortsetzung jener Geschichte um Geld, Macht und Gier, die heute mindestens so aktuell ist, wie in den exzessiven Achtzigern. Gordon Gekko, der am Ende des ersten Films einer langjĂ€hrigen Haftstrafe entgegensah, wird zu Beginn von Wall Street 2 aus dem GefĂ€ngnis entlassen. Doch an der Wall Street, wo er einst ein groĂer Player war, will nun niemand mehr auf ihn hören. Er konzentriert sich also zunĂ€chst darauf, die Beziehung zu seiner Tochter Winnie (Carey Mulligan), die sich ĂŒber die Jahre gĂ€nzlich von ihm entfremdet hat, wieder aufzunehmen. Unerwartete UnterstĂŒtzung erhĂ€lt Gekko in Wall Street 2 schlieĂlich, als Winnies Verlobter Jacob (Shia LaBeouf) auf ihn zukommt und ihm seine Hilfe anbietet. Im Gegenzug will der Investment Banker Jacob Gekkos professionellen Beistand bei einem geplanten Rachefeldzug. Denn Jacob macht den skrupellosen Börsenhai Bretton James (Josh Brolin) fĂŒr den Selbstmord seines einstigen Mentors Louis Zabel (Frank Langella) verantwortlich.
Oliver Stone hat sich viel Zeit gelassen mit dieser Fortsetzung, doch nach dem groĂen Finanzcrash 2008 schien die Zeit fĂŒr Wall Street 2: Geld schlĂ€ft nicht (OT: Wall Street: Money never sleeps) gekommen zu sein. Neben Michael Douglas, der fĂŒr seine Rolle des Gordon Gecko bereits einen Oscar erhalten hat, versammelt Stone weitere hochkarĂ€tige Darsteller, wie Susan Sarandon, Josh Brolin und Carey Mulligan, die 2009 eine Oscarnominierung fĂŒr An Education erhielt. Auch Charlie Sheen, der in den letzten Jahren vor allem mit der Fernsehserie Two and a Half Men erfolgreich ist, hat in Wall Street 2 einen kurzen Auftritt als Bud Fox, der Hauptfigur von Wall Street. (TM)